Suchtbehandlung
Menschen, welche von einer Abhängigkeit betroffen sind, haben oft schon einen langen Weg hinter sich, bis sie Hilfe beanspruchen. Falsche Bilder und Vorstellungen von dem, was sie in einer Behandlung erwarten könnte, halten Betroffene davon ab, Hilfe zu suchen. Dazu kommt die gesellschaftliche Stigmatisierung im Zusammenhang mit der Alkoholerkrankung. Der eigene Konsum wird mit dem von Anderen verglichen, bagatellisiert und als normal dargestellt. Das Wissen, wann Konsum normal, missbräuchlich oder problematisch ist, fehlt.
In einem frühen Stadium des Suchtmittelmissbrauches kann bei einigen Substanzen mit ambulanter Unterstützung noch über Konsummuster und über die Reduktion des Konsums oder der Risiken gesprochen werden.
Bei körperlicher und psychischer Abhängigkeit braucht es in der Regel eine ambulante oder stationäre Entzugsbehandlung. Diese wird durch eine sogenannte Entwöhnungstherapie gefestigt. Stationäre Behandlungen sind da angezeigt, wo die ambulanten Massnahmen zu kurz greifen. Ziel ist immer die Rückgewinnung einer möglichst autonomen, sinnvollen und verantwortungsvollen Lebensgestaltung.
Zu jeder Behandlung gehört eine gute Nachbetreuung durch den Hausarzt, durch ambulante Suchtberatungsstellen und oder eine Selbsthilfegruppe wie etwa die AA (Anonyme Alkoholiker).

