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Medikamente

Bei psychischen Problemen, Schlaflosigkeit oder chronischen Schmerzen greifen betroffene Personen häufig zu Medikamenten aus der Gruppe der Beruhigungs- und Schlafmittel (Benzodiazepine). Werden solche Medikamente über längere Zeit konsumiert, führt dies zu einer Medikamentenabhängigkeit.

Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine sorgen zwar kurzfristig für eine Symptomlinderung, das ursprüngliche Leiden wird damit allerdings nicht beseitigt. Besonders bei psychischen Krankheiten empfiehlt sich eine psychotherapeutische Behandlung, um langfristig gesund zu werden.

Risikogruppen

Bestimmte Gruppen von Menschen sind besonders gefährdet, von Medikamenten abhängig zu werden. Zu den Risikogruppen gehören Personen, die an einer Alkoholerkrankung leiden oder von anderen Suchtmitteln abhängig sind, da viele von ihnen gleichzeitig Benzodiazepine konsumieren. Auffällig ist, dass Frauen fünfmal häufiger von Beruhigungs- und Schlafmitteln abhängig sind als Männer.

Folgen des Medikamentenmissbrauchs

Wer übermässig viel und regelmässig Schlaf- und Beruhigungsmittel konsumiert, muss mit gesundheitlichen Folgeschäden rechnen. Betroffene leiden an Appetitlosigkeit und Muskelschwäche, sie sind gefühlsmässig teilnahmslos und auf der kognitiven Ebene kann es zu einer Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses kommen.

Benzodiazepine in der Alkoholentzugsbehandlung

Die Klinik Südhang setzt im Rahmen der Alkoholentzugsbehandlung gezielt Beruhigungs- und Schlafmittel ein, um damit schwere Entzugssymptome (epileptische Anfälle, Delirien) zu verhindern. Diese Medikamente werden höchstens ein bis zwei Wochen eingesetzt, so dass keine Abhängigkeit entstehen kann.

Weitere Medikamente mit Abhängigkeitspotenzial

Nebst den Beruhigungs- und Schlafmitteln gibt es weitere Medikamente, die eine Suchterkrankung auslösen können:

  • Morphinähnliche Substanzen in Schmerz- und Hustenmitteln
  • Appetitzügler, Aufputschmittel
  • Halluzinogene

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