Psychedelika assistierte Psychotherapie

Im Bieler Tagblatt vom Samstag, 18. April 2026 wird die Psychedelika assistierte Psychotherapie vorgestellt. In einem ausführlichen Interview erläutert Dr. med. Alexander Wopfner, Chefarzt der Klinik Südhang die Funktionsweise einer Behandlung mit psychedelischen Substanzen. Er erklärt, wie die Klinik Südhang dazugekommen ist, diese Behandlung anzubieten, welche Patient*innen dafür in Frage kommen und wie eine Behandlung abläuft.

Informationen zur Psychedelika assistierten Psychotherapie in der Klinik Südhang

Seit 2022 nutzt die Klinik Südhang die Psychedelika assistierte Psychotherapie zur Behandlung schwerer Substanzabhängigkeit. Sie verwendet dazu die Substanz Psilocybin.

Warum Psilocybin?

Psilocybin verändert kurzfristig die Funktionsweise des Gehirns:

  • Eingefahrene Denkmuster können aufgebrochen werden,
  • emotionale Blockaden werden zugänglich,
  • neue Perspektiven entstehen – mit dem Potenzial, langfristig Wirkung zu entfalten.

Es ersetzt keine klassische Suchttherapie, sondern ergänzt sie dort, wo andere Methoden an Grenzen stossen.

«Es gibt Menschen, die mit den bisherigen Therapieansätzen keine ausreichende Stabilität erreichen.»

Sorgfältig ausgewählt – eng begleitet

Die Teilnahme an Psilocybin-Sitzungen ist ausschliesslich Patientinnen und Patienten vorbehalten, die bereits ambulant oder stationär in der Klinik Südhang behandelt wurden. Vor jeder Session erfolgt eine umfassende medizinische und psychologische Abklärung. Die Durchführung selbst findet in einem geschützten Rahmen statt – betreut von einem spezialisierten interdisziplinären Team.

Klinik Südhang Raum für Psychedelika assistierte Therapie Artikel Bieler Tagblatt

Der für die Psychedelika assistierte Psychotherapie eingerichtete Raum.

Erste Erfahrungen – ermutigende Rückmeldungen

Seit der Einführung im Herbst 2022 haben über 40 Patient*innen der Klinik Südhang an der Therapie teilgenommen. Viele berichten von tiefgehenden Erlebnissen, einem besseren Zugang zu sich selbst – und einer gestärkten Motivation zur Abstinenz. Erste Beobachtungen deuten auf ein vermindertes Rückfallrisiko und eine gesteigerte Lebensqualität hin.