Interview über Begleiterkrankungen mit Dr. med. Antonia Bordoni

Competence, eine Fachzeitschrift der Schweizer Spital- und Klinikbranche und offizielles Organ von H+ hat das Interview mit Dr. med. Antonia Bordoni über Begleiterkrankungen in der Ausgabe 5/2026 aufgenommen.

«Heute wissen wir, dass es entscheidend ist, beides gleichzeitig zu behandeln: die Abhängigkeit und die dahinterliegenden psychischen Belastungen.»

Dr. med. Antonia Bordoni

Symbolbild Begleiterkrankungen und Sucht Klinik Südhang

Wenn Sucht und psychische Belastungen zusammenkommen

Eine Suchterkrankung tritt selten isoliert auf. Viele Menschen mit einer Abhängigkeit leiden gleichzeitig unter psychischen Belastungen wie Depressionen, ADHS, Traumafolgestörungen, Angst- oder Schlafstörungen. Häufig beginnt der Konsum sogar als vermeintliche «Selbstmedikation», um belastende Symptome zu lindern – und kann sich mit der Zeit zu einer Abhängigkeit entwickeln.

Die Klinik Südhang setzt deshalb auf einen integrativen Behandlungsansatz: Sucht und psychische Begleiterkrankungen werden gleichzeitig und individuell behandelt. Ziel ist es, nicht nur die Abhängigkeit zu stabilisieren, sondern die betroffenen Menschen ganzheitlich zu unterstützen und damit die Voraussetzungen für eine nachhaltige Stabilisierung und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu schaffen.